Django Unchained

20130121-22:46

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“I’m curious what makes you so curious”

Quentin Tarantino ist für viele einer der besten Regisseure die wir in unserer Zeit erleben dürfen, seine Filme sind besonders und oft kontrovers, mit Django Unchained folgt er natürlich weiter dieser Kunst.

Die Thematik ist eine nicht ganz einfache, besonders in Amerika ist dieses Thema ein an vielen Orten immer noch nicht gern angesprochenes andauerndes Kapitel der Klassen, Rassen und Menschenverachtung.

Die Sklaverei der “Nigger“, wird in Django Unchained ganz wie zu erwarten war mit starken Bildern gezeichnet. Die grosse Stärke Tarantino’s, die Mischung aus Witz, schwarzem Humor, brutalen Bildern, viel Blut, rohe Gewalt und dabei das Thema nicht aus den Augen zu verlieren ist ihm mit diesem Film gelungen.

Bei Inglorious Bastards war das Feindbild klar, Nazi’s, keiner mag sei, jeder will sehen wie man sie stürzt. In Django war das Thema nicht ganz so einfach anzupacken, mal abgesehen davon das in dem Film die Deutschen als nette rechtschaffene Menschen dargestellt werden, die Weissen aus Texas und Mississippi sind genau so wie man sie sich aus dieser Zeit vorstellt von Quentin geschrieben worden und sie bekommen was sie verdienen, eine schwarze starke Hauptrolle.

Ich bin kein grosser Fan von Jamie Foxx, Django hat er allerdings sehr gut gespielt.
Christoph Waltz hat gezeigt was in ihm steckt, er ist bei den ganz grossen in Hollywood angekommen mit diesem Film. Den Original Django hat der eine oder andere vielleicht auch entdeckt. Dazu kommt noch Samuel L. Jackson, er spielt einen Drecksack der einem gleich unsympathisch ist nach wenigen Minuten, wirklich tolle Rolle, auch wenn ich mir ein anderes Ende für ihn gewünscht hätte.

Meine Augen wurden immer grösser als ich Don Johnson im ersten viertel des Films sah, der die Truppe mit den weissen Kapuzen anführte. Aber dann kam dieser Südstaaten Plantagen Besitzer Calvin Candie ins Spiel, gespielt von Leonardo DiCaprio. Diese Ausstrahlung, diese Augen, einfach alles hat gestimmt.

Am meisten hat mich an Mr. Quentin Tarantino’s neuestem Film das Bild beeindruckt. In keinem seiner vorangegangen Filme hat man so ein Gespür für Farben, Licht, Schatten und Weite sehen können. Ich bin gespannt ob es auf der Blu-ray Fassung auch so gut wirkt wie im Kino.

Auch der Soundtrack ist mal wieder ohne Frage eine sehr gute Auswahl von alten Songs und neuen speziell für diesen Film gemachten Tracks. Man besten finde ich John Legend und Brother Dege auf diesem Album. Mich würde es freuen wenn diese schlechten RZA Features endlich wieder verschwinden würden. Aber war das Titellied nicht von ihm, sondern sein sehr schöner einstieg in den Film der mich ein wenig Nostalgieren lies.

Der Film ist absolut sehenswert, dazu ist es ein Kinofilm, nichts anderes. Er ist für das Kino gemacht und manche Szenen kommen einfach nur im Kino an.

“Gentlemen, you had my curiosity. But now you have my attention.”

tag: Film